Ergo Proxy Review

Bereits im Vorfeld hat der Anime Ergo Proxy sehr gute Bewertungen bekommen. Zu Recht? Ja!
Doch zuerst einmal zur Story, die nicht immer ganz so einfach zu verstehen ist wie man es gerne hätte:

Durch eine globale Umweltkatastrophe veränderte sich die Erde schlagartig, Landschaften veröden und sind total verdunkelt. Um die Atmosphäre der Erde zu bessern wurden Kuppelstädte errichtet; eine davon ist Romdeau, in welcher die Handlung von Ergo Proxy beginnt. In dieser leben die Menschen und so genannte Autoreivs (Androiden) friedlich zusammen, befinden sich jedoch unter ständiger Überwachung des Systems.

Doch nicht alles in dieser Stadt ist friedlich, denn einige Autoreivs werden von dem so genannten „Cogito-Virus“ überfallen, welches diese dazu bringt, sich ihrer Existenz bewusst zu werden und eine Seele zu ergründen. Um dies Ausbreitung zu verhindern und die vom „Cogito-Virus“ befallenen Autoreivs zu entsorgen, setzt das System eine spezielle Einheit ein, der auch Vincent Law, ein Immigrant aus der Stadt Mosk, angehört.

Nichts ahnend wird dieser jedoch in eine Serie von mysteriösen Morden an Autoreivs verwickelt, welchen Re-l Mayer, Enkelin des Staatsoberhauptes von Romdeau, auf den Grund geht.

Beide werden in Vorfälle mit Lebensformen namens „Proxy“ in Verbindung gebracht. Nicht wissend, was ein „Proxy“ ist, begehen beide Nachforschungen und erfahren am Ende mehr, als ihnen lieb ist…

Vor allem zu Beginn ist die Story des Anime sehr langatmig und man erfährt nicht wirklich viel Neues. Man sollte sich jedoch deshalb nicht abschrecken lassen, denn spätestens ab der Mitte des Anime beginnt sich das Rätsel um „Proxy“ immer mehr zu lösen und die Handlung gewinnt an Spannung.

Action sollte man hier jedoch nicht allzu viel erwarten. Viel mehr sollte man sich auf die Story konzentrieren und versuchen, der Handlung so gut wie möglich zu folgen, da diese nicht immer einfach zu verstehen ist.

Vor allem auf die Episoden 15 und 19, in denen man einiges über „Proxy“ erfährt, wird nicht viel eingegangen, eher wird man hier einfach hineingeworfen ohne überhaupt zu wissen, wie die Gruppe dort hinkam und was es genau damit auf sich hatte.

Generell ist der gesamte Anime über recht düster gehalten. Dies äußert sich nicht nur in den dunklen Landschaften, sondern auch in dem ständigen gleichen Tagesablauf der Menschen. Doch damit schafft es der Anime zugleich auch, eine gute Atmosphäre zu erschaffen, welche den Zuschauer in seinen Bann zieht.

Auch das Charakterdesign weiß zu gefallen. So bekommt jede Figur im Laufe des Anime seine eigene Persönlichkeit und einzelne Charaktere werden – was ihr Aussehen betrifft – nicht vertauscht.

Besonders schön anzusehen ist der Kontrast zwischen Re-l und Vincent. Während Re-l eher kühl und abweisend rüberkommt, versucht Vincent es ihr mit seiner zurückhaltenden und schüchternen Art stets recht zu machen. Nicht selten kommt es dennoch zwischen beiden zum Streit, ohne das Vincent am Ende überhaupt etwas dafür kann.

Des Weiteren gibt es da auch noch Pino und Iggy, welche die beiden auf ihrer Reise begleiten.

Pino, ein mit dem „Kogito-Virus“ befallener Autoreiv, begleitet Vincent auf seiner Reise und sorgt innerhalb der Gruppe stets für etwas Abwechslung. Auch verdankt man ihr einige lustige Momente, welche die bedrückte Atmosphäre ein wenig auflockert.

Iggy ist Re-l’s Autoreiv, welcher ihr bei ihren Nachforschungen hilft und ihr stets mit Rat und Tat zur Seite steht. Doch ihre Beziehung wird prompt auf eine harte Probe gestellt, als Iggy vom System kontrolliert wird und erst mit Hilfe von Deadalus, einem alten Sandkastenfreund von Re-l, von dem ich bis vor kurzem noch dachte, er seie weiblich gewesen (lol), neu konfiguiert wird.

Opening („Kiri“ von Monoral) und Ending („Paranoid Android“ von Radiohead) sind klasse und passen sich sehr gut an die düstere Atmosphäre des Anime an.

Fazit:
Nicht jedem wird Ergo Proxy aufgrund seiner Komplexität im Storyverlauf gefallen. Doch wenn man sich erstmal mit der Story auseinandergesetzt hat, so weiß der Anime auf seine eigene Art zu gefallen. Deshalb sollte jeder Ergo Proxy eine Chance geben, gerade weil der Anime nicht wie jeder andere Anime ist und die Zuschauer zum Andenken anregt.

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