ICO Review

 

 

Spielinfos:
Game:
ICO
Genre: Action-Adventure
Publisher: Sony Computer Entertianment
Veröffentlicht im Jahr: 2002
Preis: ab ca. 30 Euro gebraucht auf Ebay
Plattform: PS2
Spieledauer: ca. 8 – 10 Stunden
Durchgespielt: Ja

Story:
In ICO schlüpft ihr in die Rolle des kleinen Jungen ICO, welchem ein schreckliches Schicksal unterfangen ist. Anders als die anderen Bewohner des Dorfes besitzt dieser nämlich Hörner auf seinem Kopf, was als Zeichen eines Fluchs gilt.

Damit dieser Fluch nicht auf das gesamte Dorf übergreift, beschließen die Dorfbewohner ihn wie jeder andere Besitzer von Hörnern in eine Burg einzuschließen und zu verbannen.
In der Burg eingeschlossen, gelingt es ICO jedoch aus dem Gefängnis (eine Art Sarkophag) zu entkommen und versucht nun einen Weg raus aus der Burg zu finden.

Mitten auf seiner Flucht stößt er auf das Mädchen Yorda, welche zuvor in einen Käfig innerhalb des Schlosses eingesperrt wurde. Er entschließt ihr zu helfen und sie zu befreien, da nur sie aufgrund ihrer magischen Fähigkeiten die versiegelte Tür öffnen kann, welche ICO den Weg in die Freiheit versperrt.

Gameplay
Das Gameplay von ICO ist mitunter ein Grund, warum das Spiel innerhalb mehrer Jahre (leider erst recht spät) sehr viele Fans gewinnen konnte.

Die Steuerung an sich ist recht einfach gehalten und hat man innerhalb weniger Minuten schon verinnerlicht. Ein Tutorial gibt es hier zwar leider nicht, was aber kein großes Problem darstellt da in der Anleitung alles aufgelistet ist, falls man nicht schon alleine vom rumexperimentieren alle Buttonbelegungen erfahren hat.

Ein besonderer Button im Spiel ist der R1-Button, mit dessen Hilfe man Yorda an die Hand nehmen kann. Diesen wird man im Spiel relativ oft benutzen. Einige werden es zwar störend finden, jedoch ist es u.a. gerade dieses „Ich nehme dich an die Hand und pass auf dich auf“ was ICO so besonders macht und es damit von vielen anderen Spielen unterscheidet.

Wie in eigentlich fast allen Adventures gilt es auch hier wieder eine Vielzahl von Rätsel zu lösen; sei es eine Brücke wieder in Gang zu bringen oder sich einen Weg zum nächsten Schalter zu suchen und bei all dem auch noch auf Yorda aufpassen.

Diese ist nämlich ziemlich ängstlich und schon kleine Hindernisse können für sie manchmal zum Problem werden, weshalb man ab und an kurz alleine unterwegs ist und hofft, dass Yorda nicht von schattenartigen Kreaturen in der Zeit angegriffen wird, vor denen man sie beschützen muss.
Ist dies nicht der Fall und man trifft auf die Kreaturen wenn Yorda bei einem ist, so sind die Kämpfe meist einfach gehalten und man muss lediglich versuchen, die Schattenkreaturen zu vertreiben und verhindern, dass sie Yorda entführen.

Grafik
Die Grafik von ICO ist wie bei seinem Nachfolger „Shadow of the Colossus“ wunderschön und für PS2-Verhältnisse verdammt gut. So sieht man z.B. an der Burg Pflaster für Pflaster einzeln; schaut man in die Ferne, so erkennt man im Hintergrund oft noch leicht verschwommen oder in einem oft hellschwarzen Schatten Umrisse des Gebietes.

Strahlt die Sonne in ein Gebiet, so ist dieses hell erleuchtet und an Stellen, an denen die Sonne nicht hinkommt ist es schattig.

 Hierbei haben sich die Entwickler ebenfalls viel Mühe gegeben, was man beim Spielen auch merkt.

Lediglich einen kleinen Minuspunkt gibt es und das ist die Kameraführung. Diese ist zwar weitgehend OK, leider gibt es ab und an aber auch mal Augenblicke, an denen man nicht genau weiß wohin, da die Kamera einfach schlecht positioniert ist.

Sound
Der Sound verleiht dem Spiel noch den letzten Feinschliff. Je nach Geschehen passt sich die Hintergrundmusik diesem an und trägt einiges zur Atmosphäre bei. Auch kleine Dinge wie z.B. fließendes Wasser hört man wenn man sich in der Nähe von diesem befindet.

Punkte/Notenvergabe:
Grafik: 10/10
Gameplay: 9/10
Animationen / Physik: 10/10
Musik / Sound / Synchro: 10/10
Charaktere / Story: 10/10
Atmosphäre: 10/10
Coverdesign: 5/10

Endnote
10/10 Punkten

Fazit: Dass ICO zu Beginn der Veröffentlichung nur mager verkauft wurde, darf man keinesfalls dahin zurückführen, dass das Spiel schlecht ist. Im Gegenteil: Es ist eher verwunderlich, dass es so spät entdeckt wurde und zu lange als ein kleiner Geheimtipp galt. Das Spiel weiß nämlich in allem zu überzeugen, sei es die wunderschöne und teilweise sehr traurige Story, das ideenreiche Gameplay, die tolle Atmosphäre, die wunderschön anzusehene Grafik oder der atmosphärische Soundtrack.

Wer ICO noch nicht in seinem Besitz hat, sollte das wirklich so schnell wie möglich nachholen, da es jeden Euro einzeln wert ist.

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2 Kommentare (+deinen hinzufügen?)

  1. motherfreak
    Aug 08, 2010 @ 15:03:32

    Schon wieder ein Wunsch von mir – ich habe einfach zu wenig Geld momentan. -.-

    Ich hole ihn dann aber nach, sobald ich es mir leisten kann, versprochen.^^

    Antwort

  2. Vecrix
    Aug 23, 2010 @ 17:12:10

    Wenn auch ein wenig spät, dann sag ich dennoch danke, dass du auf meine Anfrage hin den Artikel geschrieben hast ❤

    Schön geschrieben und hat mich auch bei weitem immernoch nicht davon abgebracht, dass ichs mir noch irgendwann zulegen mag. Nur sollt ich das erst machen, wenn ich bei meiner Liste nach un nach mehr abhaken konnte 😀

    Das mit dem "an die Hand nehmen" klingt irgendwie wirklich schön und… anders 😀
    Einzig gefällt mir nicht, dass die Spieldauer doch relativ gering ist, aber was solls, solange sich dann wenigstens davon jede Sekunde lohnt 😉

    lg
    Vecrix :3

    Antwort

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