Prince of Persia (XBox360) Review

 

Spielinfos:
Game: Prince of Persia
Genre: Action-Adventure
Publisher: Ubisoft
Veröffentlicht im Jahr: 2008
Preis: 29,10 Euro (Xbox 360), 20,85 Euro (PS3), 12,90 Euro (PC) (Quelle: Amazon )
Plattform: PS3, Xbox 360, PC
Spieledauer: ca. 10 – 12 Stunden
Durchgespielt: Ja

Story:
Das neue Prince of Persia spielt in einer Welt, in der einst die zwei Götter friedlich zusammenlebten: Ormazd, der Gott des Lichts, und Ahriman, der Gott der Finsternis. Doch dieses friedliche Zusammenleben wurde getrübt, als es zu einem Streit zwischen den beiden kam.
Durch diesen Konflikt müssen der Prinz und Elika mitansehen, wie der legendäre Baum des Lebens zerstört wird und die ganze Welt in Dunkelheit zu versinken droht. Diese Bedrohung manifestiert sich in einer dunklen Substanz, die Land und Luft durchzieht und vergiftet. Der Prinz muss sich nun zusammen mit seiner Begleiterin Elika aufmachen, um die Welt vor der Dunkelheit zu retten.

Gameplay
Während die alten Prince of Persia-Teile nicht sehr einsteigerfreundlich waren, hat sich das im neuen Spiel radikal geändert: Die Steuerung ist simpel und übersichtlich. Durch einfaches Drücken der A-Taste klettert der Prinz Wände empor, springt von einer Sprungpassage zur anderen und dreht sich zudem auch immer in die richtige Richtung für den nächsten Sprung.

Hatte man früher mal einen Fehler gemacht, konnte man diesen durch Zurückspulen der Zeit schnell rückgängig machen. Da es im neuen Prince of Persia den Sand der Zeit jedoch nicht mehr gibt, eilt die Begleitering Elika dem Prinzen stets zur Hilfe, so dass es zum Game Over gar nicht mehr kommen muss. Springt man also versehentlich mal ins Aus, so wird man von Elika gerettet und an den Punkt zurückgesetzt, an dem man zuletzt noch festes Land unter den Füßen hatte.Alte Prince of Persia-Veteranen suchen hier leider vergeblich nach den altbekannten Sprung-, Schwing- und Kletter-Kombinationen aus den vorherigen Teilen. Dies führt dazu, dass man sich als erfahrener Prince of Persia-Zocker/in leider ein wenig unterfordert fühlt.

Damit es auch zu Abwechslung beim Spielen kommt, gibt es im neuen Prince of Persia verschiedene Kraftplatten. Zusammen mit Elikas magischen Fähigkeiten katapultiert man sich hier von einem Punkt zum anderen. Dies geschieht meistens automatisch. Bei zwei Kraftplatten muss man jedoch den Prinzen lenken, damit er nicht gegen etwas läuft oderfliegt. Hier waren die Entwickler an manchen Stellen ein wenig zimperlich, da man manchmal schon an den kleinsten Stellen hängen bleibt und dann wieder von vorn anfangen muss (auch hier wird man von Elika wieder an die Stelle im Spiel teleportiert, an der man noch festes Land unter den Füßen hatte). Die Kraftplatten sind jedoch nicht von Anfang an aktiviert. Dies geschieht erst durch das Sammeln von Lichtkeimen, doch dazu gleich mehr.

Insgesamt gibt es im neuen Prince of Persia (neben der Wüste, wo sich der Tempel und der Baum des Lebens befinden) vier Gebiete, die alle in sechs kleinere Gebiete unterteilt sind. Jedem Untertan des düsteren Gottes Ahriman gehört eins von diesen Gebieten. Die einzelnen Passagen der vom Bösen verseuchten Territorien meistert man mithilfe der Akrobatik-Künste des Prinzen, um an der dunklen Substanz vorbei zum fruchtbaren Bereich zu kommen. Ab und an kommen auch mal kleinere Gegner im Spiel vor, die man aber mit etwas Glück schon mit einem Schwertschlag vernichten kann, sollte man bei ihnen sein, bevor sie endgültig erschienen sind.

Am fruchtbaren Gebiet angekommen, wartet dann jeweils immer ein Untertan von Ahriman, den man zusammen mit Elika durch Combo-Attacken zu vernichten versucht. Ist dies gelungen, stellt sich Elika schnell auf die fruchtbare Platte und befreit das Gebiet von der Dunkelheit. Nachdem das Gebiet befreit ist, sind an den unterschiedlichsten Orten in diesem Gebiet die Lichtkeime verteilt (in jeden Gebiet jeweils 45 Stück), die es einzusammeln gilt. Aber keine Angst, es werden am Ende nicht alle der Lichtkeime benötigt, lediglich immer nur so viele, wie für die nächste Kraftplatte gerade benötigt wird. Wer jedoch alle Erfolge freischalten möchte, sollte sich die restlichen nicht entgehen lassen.

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass man jederzeit mit Elika im Spiel reden kann, um mehr über die Hintergründe des Story zu erfahren. Möchte man darüber allerdings nicht viel wissen, so braucht man einfach nur nicht mit Elika zu sprechen, da die wichtigsten Ereignisse sowieso in Zwischensequenzen gezeigt werden. Wer jedoch eine gute Story präsentiert bekommen möchte, sollte da nicht ablehnen. Und wer weiß, vielleicht verpasst man so ja auch noch den ein oder anderen witzigen Kommentar vom Prinzen und von Elika.

Grafik
Die Grafik von Prince of Persia erscheint – anders als bei den vorherigen Spielen – in einem neuen Cel-Shading-Look. Dies stieß anfangs auf große Enttäuschung, sah im fertigen Spiel aber unglaublich gut aus und weiß zu überzeugen. Alles kommt nun in einem märchenhaften Gewand daher: Nicht nur die Landschaften und die Charaktere erinnern nun an die Märchen aus 1001 Nacht, sondern auch die Menüs reißen einen von der ersten Sekunde schon in eine andere Welt.
Während die von der Dunkelheit befallenen Gebiete düster und furchteinflößend wirken, bekommt man nach Elikas „Bereinigung“ der Gebiete eine farbenfrohe Welt präsentiert, die mit guten Licht- und Schatteneffekten trumpfen kann.

Sound
Das komplette Spiel wurde auf Deutsch synchronisiert und das noch nicht mal so schlecht. So gefällt mir persönlich die Stimme des Prinzen extrem gut, jedoch fragt man sich bei einigen Figuren auch, ob die Synchronisation wirklich so gewollt war.
Der Soundtrack des neuen Prince of Persia sorgt dafür, dass die Atmosphäre passend zum Spielgeschehen übertragen wird – und das sogar ziemlich gut. So passen die Hintergrundmelodien perfekt – egal, ob das Gebiet gerade in Dunkelheit oder Licht getaucht ist, stets wirken sie wie gezielt ausgesucht. Lediglich ein wenig mehr Abwechslung hätte ich mir gewünscht, aber man kann ja nicht alles haben.

Punkte/Notenvergabe:
Grafik: 10/10
Gameplay: 7/10
Animationen / Physik: 10/10
Musik / Sound / Synchro: 8/10
Charaktere / Story: 8/10
Präsentation: 9/10
Atmosphäre: 10/10
Coverdesign: 7/10

Endnote
7/10 Punkten bzw. 70 Prozent

Fazit: Nicht jedem alten Prince of Persia-Fan kann man auch das neue Spiel ans Herz legen. Denn mit den alten Teilen hat dieser nur noch sehr wenig zu tun. Zu Beginn des Spiels ist man erst einmal sprachlos: Tolle Grafik, wunderschöne Landschaften, sympathische Charaktere und elegante Akrobatik werden dem verwöhnten Next-Gen-Zocker präsentiert. Die Story jedoch weiß nicht hundertprozentig zu überzeugen, da man stets nur von einem Gebiet zum anderen rennt und versucht, die Welt vor der Dunkelheit zu retten und immer nur etwas über die besuchten Orte, die Untertanen Ahrimans, dem Prinz, Elika sowie Ahriman und Ormazd selbst erfährt. Erst gegen Ende wird man so richtig von der Story gepackt. Auch die kurze Spieldauer und der leichte Schwierigkeitsgrad können den eingefleischten Prince of Persia–Zocker nicht überzeugen – was jedoch nicht heißt, dass es allen Neueinsteiger nicht zu nutze kommt.

Alles in allem ist der neue Prince of Persia Teil also nicht wirklich schlecht, kommt aber leider an die alten Teile nicht heran. Da das Spiel jedoch schon für ca. 30 Euro zu haben ist, sollte man problemlos zugreifen können. All diejenigen unter Euch, die sich immer noch nicht sicher sind, sollten das Spiel aber lieber erst mal von einem Freund oder in einer Videothek ausleihen und auf Nummer sicher gehen.

   

 

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Ein Kommentar (+deinen hinzufügen?)

  1. Vecrix
    Jul 31, 2010 @ 15:00:40

    schönes Review, dem ich so an sich eigentlich auch in allen Punkten zustimmen kann 😉
    Einzig und allein finde ich, dass im Spiel selbst auch noch ein wenig Abwechslungsmangel herrscht, leider.
    Ich fand auch, dass das bisher der schwächste Prince of Persia Teil war, aber dennoch auf alle Fälle noch ganz gut!
    Das neueste Spiel (die vergessene Zeit) kenne ich leider bisher noch nicht (würd ich aber doch gerne ändern 😉 )

    Mach auf alle Fälle weiter so, ich würd gern mehr von dir lesen :3

    Und noch ein kleiner Tipp zu den Artikeln so an sich 😉
    Ich glaub, es würde dem Lesefluss soweit auch sehr gut tun, wenn du die Bilder in den Text einstreuen würdest und nicht nur am Ende kurz präsentierst. Das macht den ganzen Artikel optisch schon einmal ansprechender und lässt ihn nicht ganz so lang wirken (finde ich zumindest).

    lg
    Vecrix

    Antwort

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